Japanreise zur Kirschblüte

empfohlen von der Gartenakademie Baden-Württemberg e.V.
Reklame in der Stadt

Japan Reisen zur Herbstlaubfärbung

1. Tag Abflug von Frankfurt

Mittags Flug von Frankfurt nach Tokyo, wo Sie am Morgen des folgenden Tages (Zeitverschiebung +7h) ankommen. Am Flughafen in Frankfurt erwartet Sie unser Reiseleiterteam - ein Japanexperte und ein Gartenexperte. Sie werden versuchen, Ihnen in den folgenden 15 Tagen Japan etwas näher zu bringen.

2. Tag Willkommen im Land des Lächelns

Auf dem Weg zu Ihrem Hotel werden Sie einen kurzen Stopp auf der Insel Odaiba machen, einer künstlichen Insel in der Bucht von Tokyo, von der aus man einen einzigartigen ersten Blick auf die Skyline der Stadt hat. Von der ersten Minute an werden Sie merken, dass Sie sich in der Hauptstadt des Landes befinden. Enorme Bauten, die gen Himmel ragen, durchziehen das Stadtbild Tokyos. Lassen Sie die ersten Eindrücke Tokyos auf sich wirken. Am Nachmittag besteht die Möglichkeit eines gemeinsamen ersten Rundganges durch das Stadtviertel Asakusa, wo sich auch Ihr Hotel befindet, und zum Donnertor, oder Sie haben Zeit zur Erholung. Asakusa läuft Ihnen nicht weg, denn auch der nächste Tag bietet noch genug Zeit für einen Besuch.

3. Tag Tokyo - Von der Tradition zur Moderne

Ihr erster Weg an diesem schönen Morgen führt Sie durch das alte Vergnügungsviertel Asakusa, ein angenehmes Viertel, das noch bis ins 19. Jh. hinein für seine Theater und kleinen Läden bekannt war. Heute finden Sie hier noch immer jede Menge kleine Geschäfte und Restaurants aller Art, auch wenn die alten Theater längst umgezogen sind.

Weiter geht es zum Donnertor, man erkennt es schon aus ein wenig Entfernung an seiner großen Roten Laterne und es lädt seine Besucher zu einem kleinen Gang über die Nakamise ein. Kleine Geschäfte hier und da, Süßigkeiten und traditionelle japanische Waren sind charakteristisch für diese Einkaufsgasse, die noch immer ein wenig vom Flair der Edo-Zeit behalten hat.

Am Ende der Nakamise erwartet Sie der Sensoji-Tempel, der im 7. Jh. gegründet wurde nachdem zwei Fischer eine Statue der Kannon, der Göttin der Barmherzigkeit, aus dem nahe gelegenen Sumida-Fluss gefischt hatten. 

Nach einem kurzen Rundgang durch den Ueno-Park, Tokyos ersten Stadtpark nach westlichem Vorbild, erwartet Sie ein etwas rustikaleres Vergnügen. Der Ameya Yokocho-Markt, an dem auch eine gute Gelegenheit zur Mittagspause ist, wartet mit der Vielfalt eines Wochenmarktes und einer etwas anderen „urigen“ Atmosphäre auf.

Der Nachmittag führt Sie in den Westen der Metropole Tokyo. Los geht es in Shibuya dem Einkaufs-, Ausgeh- und Vergnügungsviertel, an dem man das moderne Japan erleben kann, wie man es sonst nur aus dem Fernseher kennt, frisch, bunt und lebhaft. Hier treffen Sie auf dem Bahnhofsvorplatz auch auf die Statue des treuen Hundes Hachiko, der noch immer auf sein Herrchen zu warten scheint. Weiter geht es dann zum Yoyogi-Park und zum Meiji-Schrein, der zu Ehren des Kaiserpaares Meiji erbaut wurde, dem Japan seine Moderne verdankt. Zum Abschluss dieses ereignisreichen Tages geht es hoch hinauf in den 45. Stock des Tokyo Metropolitan Government Buildings. Von hier aus haben Sie bei gutem Wetter einen atemberaubenden Ausblick über die gesamte Stadt.

4. Tag Mito & Nikko - Großer Garten im Sonnenstrahl

Bevor wir auf dem heutigen Tagesausflug Nikko erreichen machen wir Halt an einem der „Drei schönsten Gärten Japans“, in Mito. Der Kairakuen-Garten ist ebenfalls ein großer Landschaftsgarten, der unter anderem einen Pflaumenbaumwald und einen Bambuswald beherbergt. Die Gartenanlage ist relativ neu und wurde 1841 begonnen. Anders als die beiden anderen Gärten, war er immer für die Öffentlichkeit zugänglich.

„Sage nicht ‘schön’, bevor du Nikko gesehen hast.“ sagt ein japanisches Sprichwort. Nachdem ein buddhistischer Priester vor 1200 Jahren den Rinnoji-Tempel gründete, entwickelte sich Nikko rasch zu einem religiösen Zentrum des Buddhismus und des Shintoismus. 

Der Toshogu-Schrein mit dem Grab des dritten Reichseinigers Tokugawa Ieyasu wurde von dessen Enkel Anfang des 17. Jahrhunderts als Prachtbau errichtet. Eine unvorstellbare Leistung für die damaligen Bautechnologien sind die Hallen mit ihren kunstvollen Holzschnitzereien, darunter die berühmten „Drei Affen.“

Ähnlich prachtvoll, von einer angenehmen Ruhe umgeben liegt nur wenige Schritte entfernt das Taiyuin-Mausoleum des Shoguns Tokugawa Iemitsu. Nachdem er seinem Großvater den Toshugu-Schrein hatte bauen lassen, wollte er ihm in seiner Ehrfurcht selbst nach dem Tod noch dienen. Er bekam daher ganz in der Nähe das Taiyuin Mausoleum als seine letzte Ruhestätte.

1999 erklärte die UNESCO die Gesamtheit der Tempel und Schreine sowie die Umgebung Nikkos zum Weltkulturerbe. Damit macht diese Stadt ihrem Namen, der übersetzt „Sonnenstrahl“ bedeutet, alle Ehre.

5. Tag Fuji Hakone Nationalpark – Klare Kraterseen und Japans heiliger Berg

Heute fahren wir in den Fuji-Hakone-Nationalpark. Mit 3776 m ist der Fuji-san der höchste Berg des Landes und wird wegen seiner fast perfekten Symmetrie als heilig verehrt. Bis vor 100 Jahren durften ihn nur Priester und Pilger besteigen. Wir erkunden das Schwefeltal an der Nordseite des Ashi-Sees und werden dann während einer Bootsfahrt den Blick auf den schneebedeckten Gipfel des Fuji-sans genießen können.

Mit einer Fahrt auf den Komagatake-Krater, der einen atemberaubenden Blick über den Hakone-Nationalpark bietet, schließen Sie Ihren Ausflug ab. Heute Nacht haben Sie dann die einzigartige Gelegenheit, in einem traditionellen japanischen Hotel, einem Ryokan, zu übernachten. Verpassen Sie dort nicht ein entspannendes Bad.

6. Tag Kyoto – Die 1000jährige Hauptstadt

Am Morgen fahren wir nach Kyoto, das mehr als 1000 Jahre lang Hauptstadt und Residenz des Kaisers war. Ihr erster Besuch in Kyoto gilt dem Tofukuji-Tempel. Der Name dieses Tempels setzt sich aus den Namen des Todaiji-Tempels und des Kofukuji-Tempels in Nara zusammen. Letzterer sollte mit den Tofukuji-Tempel verglichen werden.

Nach einem Besuch des Daisenin-Tempels im Nordwesten Kyotos kommen Sie zum Ryoanji Zen-Tempel mit seiner Meditations-Halle und einem einzigartigen Trocken-/Steingarten, um dessen Bedeutung man sich bei einer kleinen meditativen Pause Gedanken machen kann. Genießen Sie die Stille und die Anmut an diesem Hort der Ruhe.

Unvergessen wird Ihnen der Goldene Pavillon (Kinkakuji) bleiben. Die  Konstruktion des offiziell als Rokuonji bekannten Tempels begann 1397 als Teil der Altersresidenz des Shoguns Ashikaga Yoshimitsu. Nach dessen Tod 1403 wurde der komplett mit Blattgold überzogene Kinkakuji zu einem Zen-Tempel umfunktioniert. Der kunstvoll gestaltete Spiegelsee und die Gartenanlage mit einem Teehaus gehören zu den schönsten Eindrücken, die Kyoto zu bieten hat.

7. Tag Kyoto – Prachtburgen und Gassen der alten Künste

Sicher haben Sie am Vortag schon einen ersten Eindruck von Kyoto bekommen und dieser soll sich nun noch weiter vertiefen. Die Nijo-Burg, erbaut zur Demonstration der Macht des Shoguns, führt Ihnen den Gegensatz zum bewusst einfachen Baustil der japanischen Kaiserbauten vor Augen. Kunstvoll bemalte Wände und verzierte Schiebetüren lassen erahnen wie man früher in diesen prachtvollen Holzgebäuden lebte und der Klang der Nachtigallenböden zeigt wie man sich vor 400 Jahren schon vor Einbrechern, Dieben und Meuchelmördern zu schützen wusste.

Nicht weit entfernt wartet schon das nächste große Highlight, das gewaltige Eingangstor zum Chionin Tempelkomplexes, dem Hauptsitz der buddhistischen „Lehre des Reinen Landes.“ Das gewaltige Eingangstor zum Tempelkomplex ist das größte Japans.

Nachdem Sie von hier aus den Maruyama-Park, einen Landschaftspark mit japanischen und westlichen Einflüssen, durchquert haben, erreichen Sie den Yasaka-Schrein. Hier findet im gesamten Monat Juli das Fest des Gion Matsuri statt, zu dem am 17. Juli mehrere Umzüge für gute Stimmung in der ganzen Stadt sorgen.

Im Anschluss daran erkunden Sie das Gion-Viertel, eine lange Gasse mit vielen kleinen Ständen, in denen man Ihnen gerne einige Köstlichkeiten zur Probe anbietet. Der Weg führt uns durch die alten Gassen Gions und damit der Geschichte und Kultur Japans ein Stück näher.

Die letzte Station an diesem Tag ist der Kiyomizu-Tempel, der „Tempel des klaren Wassers.“ Von seiner riesigen Holzterrasse haben Sie den besten Blick über die ganze Stadt. Am Fuß des Berges unter der Holzterrasse entspringt die klare Quelle mit heilenden Kräften, die diesem Tempel seinen Namen gibt.

8. Tag Nara – Heilige Hirsche und riesige Buddhas

Der nächste Ausflug führt Sie nach Nara, der ersten Hauptstadt Japans. Begrüßt werden Sie hier von den zahmen Hirschen, die als heilig gelten, seit in alter Zeit die Götter auf ihnen Einzug in Nara gehalten haben. Ihr erster Weg hier führt Sie zum Isuien-Garten und zum Yoshikien-Garten, zwei japanischen Landschaftsgärten, die sich an den Ufern des Yoshiki-Flusses gegenüber liegen.

Weiter geht es dann zum Todaiji-Tempel, mit dem größten hölzernen Gebäude der Welt und darin die größte bronzene Buddhastatue der Welt. Lassen Sie sich von der ungeheuren Leistung der alten Baukunst faszinieren und genießen Sie die harmonische Atmosphäre. Anschließend wandern Sie durch die Reihen der 3000 Laternen, die den Kasuga-Taisha-Schrein schmücken.

9. Tag Kyoto – In der Stille des Philosophenweges

Der heutige Tag beginnt mit einem seltenen Highlight. Wir besuchen die Morgenzeremonie des Higashi Honganji-Tempels. Neben der eigentlichen Zeremonie erwartet Sie dort eine der größten und schönsten hölzernen Tempelhallen in Kyoto. Die riesigen Zedernholzhallen mit den prachtvollen Holzschnitzereien erwecken zugleich Erfurcht und strahlen eine unglaubliche Ruhe aus. Zur Anlage des Higashi Honganji-Tempels gehört auch die Anlage des prächtigen Landschaftsgartens Shoseien.

Weiter geht es danach zum Shimogamo-Schrein. Direkt am Zusammelfluss des Kamo-Flusses und des Takano-Flusses gelegen gehört er zu den schönsten und größten Schreinanlagen Kyotos.

Wenige Minuten entfernt liegt der Ginkakuji-Tempel. Er wurde 1482 als Ruhesitz für denselben Shogun erbaut, der auch den goldenen Pavillon erbauen ließ. Heute sind noch einige Gebäude erhalten: Die Halle der Kannon und die Togudo-Halle, in der sich eines der ältesten Zimmer für Teezeremonien befindet. Der Garten bietet den wunderschönen See des Silbersandes (Gushadan) und die Mondansichtsplattform (Kogetsudai). Seit 1994 ist die Anlage Weltkulturerbe der UNESCO.

Der Philosophenweg erhielt seinen Namen durch den Philosophen Kitaro Nishida, der diesen Weg zum Meditieren entlang lief. Spazieren Sie an einem kleinen Kanal entlang und lassen Sie sich besonders während der Kirschblüte von der Umgebung verzaubern.

Während der Kamkura-Zeit und der Muromachi-Zeit im 12. und 13. Jh. formte sich in Kyoto ein hierarchisches System in den einzelnen Schulen des Zen-Buddhismus. Der hierarchisch am höchsten stehende Tempel der Rinzai-Schule war der Nanzenji Zen-Tempel, dessen riesiges Eingangstor schon von weitem zu sehen ist. In der Vielzahl seiner Untertempel besuchen wir den Brückengarten des Nanzenin und den Steingarten des Tenjuan.

10. Tag Arashiyama – Zen-Tempel im Bambushain

Das malerische Arashiyama liegt eingebettet inmitten bewaldeter Bergketten im Westen Kyotos. Schon im 8. Jahrhundert kamen die Hofadligen hierher, um die Landschaft zu genießen. Ein kleiner Spaziergang durch die Bergketten führt Sie heute zuerst zum Nonomiya-Schrein, dessen herrliche grüne Moosflächen eine zauberhafte kleine Waldlandschaft bilden. Weiter führt Sie Ihr Weg dann zum Nisonin-Tempel, obwohl er der Tendai-Schule angehört, sind seine herrlich gepflegten Gärten ähnlich einem traditionellen Zen-Garten symmetrisch zum Hauptweg angeordnet. Etwas versteckt auf dem Friedhof des Tempels finden sich die Gräber von drei Kaisern, die hier in der friedlichen Stille des Tempels ruhen.

Der Weg führt uns durch einen Wald aus mächtigen Bambusstämmen hin zum Tenryuji Zen-Tempel. Hinter der wunderschönen Gartenanlage aus Wandel- und Paradiesgarten steckt die traurige Geschichte eines Kaisers und seines Sohnes die vom späteren Shogun Ashikaga Takauji hintergangen wurden. Die Gärten sind seit dem 14. Jh. in ihrer ursprünglichen Form erhalten und gehören heute zum UNESCO Weltkulturerbe.

Nach einer Pause in der Altstadt von Arashiyama geht es weiter über die Togetsukyo-Brücke und auf den Iwatayama-Berg, von dem man einen atemberaubenden Ausblick über das gesamte Tal hat, in dem Kyoto liegt.

11. Tag Hiroshima – der Hort des Friedens und die heilige Insel

Morgens fahren wir mit dem Shinkansen Superexpresszug von Kyoto nach Hiroshima. Sowie man Platz genommen hat, fühlt man sich eher wie in einem Flugzeug als in einem Zug. Sooft er auch mit einem ICE oder dem TGV verglichen wird, so ein Shinkansen ist doch eine völlig andere Klasse in der das Reisen sehr viel entspannter ist.

Angekommen in Hiroshima geht es los zu einem kleinen Spaziergang durch Japans jüngere Geschichte. Im Friedenspark, der in den 1960er Jahren angelegt wurde, stehen die Gedenkstätten für die unterschiedlichen Gruppen von Opfern der Atombombe. Unweit der Trümmer und der Ruine des Atombombendoms, befindet sich auch das Friedensmuseum, das vor allem den individuellen Erinnerungen der Überlebenden an das Geschehen gewidmet ist.

Nach einem Besuch des Peace Memorial Museum machen wir eine Bootsfahrt den Fluss hinab in die Bucht von Hiroshima zur Insel Miyajima. Das berühmte rote, in der See stehende Torii des Itsukushima-Schreins gilt als eine der drei schönsten Landschaftsansichten Japans.

Das Torii (Schreintor) im Meer direkt vor den Ufern der Insel ist weltweit als Wahrzeichen Japans bekannt. Seit 1996 ist Miyajima Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Früher war hier das Eingangstor zum Itsukushima-Schrein, denn die gesamte Insel bildet ein großes Shinto-Heiligtum und durfte noch bis ins 20. Jh. hinein nur vom Meer her betreten werden.

Auf einer kleinen Anhöhe nahe dem Hafen liegt die Senjokaku. Auch wenn ihre Bodenfläche nur der Größe von 857 Tatami-Matten entspricht, bedeutet der Name „Pavillon der Tausend Tatami-Matten.“ Dieser Pavillon ist  das größte Gebäude auf Miyajima. Gleich daneben befindet sich eine fünfstöckige Pagode, die bereits aus der Ferne auf der Insel zu erkennen ist.

12. Tag Hiroshima & Osaka - Von Gärten und EXPO-Parks

Ein wunderschöner Morgen begrüßt uns in dieser schönen Stadt. Bevor wir uns heute wieder von Hiroshima verabschieden, machen wir auf dem Weg zum Bahnhof einen entspannten Spaziergang im Shukkeien-Garten. Die Besonderheit dieses Gartens, dessen Anlage bereits im Jahr 1620 begonnen wurde, liegt darin, dass er ganze Landstriche mit Bergen, Tälern, Seen und Inseln im Kleinformat zeigt.

Angekommen am Bahnhof geht es mit dem Shinkansen bis nach Osaka. Hier erwartet uns am Nachmittag der EXPO‘70 Commemorative Park. Dieser wunderschöne Park wurde zur Expo 1970 angelegt und ist heute einer der besten Punkte, um in Japan im Frühjahr die Kirschblüte zu genießen. Nutzen Sie die Zeit für ein wenig Entspannung. Am Abend geht es für Sie wieder mit dem Shinkansen zurück in die bunte Metropole Tokyo.  

13. Tag Tokyo - Vom frischen Fisch zur modernsten Elektronik

Was man nicht so alles essen kann – Japaner sind Feinschmecker und spezialisiert auf alles was das Meer zu bieten hat. Die Markthallen des Tsukiji-Fischmarktes bieten alles von Fisch, Muscheln und Krabben, mit Hunderten von Formen und Farben, bis hin zu Tieren, für die man in Europa noch nicht einmal einen Namen kennt. Wer möchte kann sich hier in kleinen Imbissstuben natürlich ein zweites Frühstück gönnen, denn so frisch bekommt man die Produkte aus dem Meer nur sehr selten.

Dann geht es weiter zum wenige Minuten entfernten Hamarikyu-Garten. Seine Seen sind etwas besonderes, denn sie werden vom Brackwasser des Sumida-Flusses und der Bucht von Tokyo gespeist. Noch Anfang des 19. Jh. gingen hier die Shogune und Fürsten der Tokugawa-Familie zur Entenjagd. Eine wunderschöne Gartenlandschaft mit Seen, Hügeln und Bäumen lädt hier zum Spazieren ein.

Weiter geht es von hier aus zu einer kleinen Pause zur Ginza. Hier wurden einst die Silbermünzen des Landes geprägt, daher der Name, denn „Gin“ ist die Lesung des Schriftzeichens für Silber. Heute befindet sich hier eine Nobeleinkaufsmeile, die aber auch sehr gute Papierwarengeschäfte und die namhaftesten Kaufhäuser beherbergt. Auch die Cafés laden hier mit erschwinglichen Preisen zur Pause ein.

Im Zentrum der Metropole Tokyo liegt der Kaiserpalast. Hier besuchen Sie den kaiserlichen Ostgarten, an dem man neben den massiven Eingangstoren noch heute die Grundmauern der alten Edo-Burg finden kann. Auf dem Gelände durchquert man einen wunderschönen Landschafts-Garten der auf einen ruhigen Spaziergang einlädt.

Der Tag endet zwischen den Leuchtreklamen des Elektronikviertels Akihabara. Ob Mikro- oder Unterhaltungselektronik oder vielleicht Anime und Manga, dieses Viertel hat für jeden etwas zu bieten.

14. Tag Kamakura - Shogune, Regenten und ihre Zen-Tempel

Kamakura, ein beschauliches Städtchen südlich von Yokohama, kann auf eine bewegte Vergangenheit als Regierungssitz des ersten Shogunats zurückschauen. Übrig geblieben aus einer glorreichen Zeit sind sagenhafte über 70 Tempel und Schreine, darunter Zen-Tempel mit Gärten von einzigartiger Schönheit.

Unser erstes Ziel am Morgen soll hier der Engakuji Zen-Tempel sein. Er liegt inmitten einer Schlucht und seine vielen Hallen und Untertempel sind, nach der aus China überlieferten Tradition, symmetrisch um einen Hauptweg angeordnet. Neben zahlreichen Gärten findet sich hier auch eine Übungshalle für das traditionelle Bogenschießen in Zen-Tempeln – „Kyudo.“

Weiter geht es danach zur Insel Enoshima, ein kleines Stück westlich von Kamakura. Von hier aus soll in alter Zeit ein Drache ganze Landstriche terrorisiert haben, dessen Höhlen heute an der südlichen Steilküste der Insel zu besichtigen sind. Im 19. Jh. kaufte ein Engländer mit dem Namen Samuel Cocking ein beachtliches Grundstück und legte einen herrlichen botanischen Garten an. Auch die Grundmauern der alten Gebäude sind heute in die Gartenstruktur integriert und ein in neuerer Zeit errichteter Aussichtsturm bietet bei gutem Wetter einen atemberaubenden Blick über den Garten, die Insel und die Küste bis weit auf das Meer hinaus.

Zum Schluss besuchen wir noch den Egarajinja-Schrein, an dessen Eingangstor sich zwei Bäume zu umarmen versuchten. Noch heute sind die beiden Bäume zu finden und laden in die idyllische Anlage des Schreins ein. Ein letzter Zen-Tempel zum Abschluss – der Zuisenji Zen-Tempel – bietet eine weitläufige sehr natürlich belassene Anlage aus vielen verschiedenen Gärten. Dazu gehört auch eine besondere Teichanlage mit Meditationshöhlen im Hintergrund.

15. Tag Abschied vom Land der Gärten

Heute ist es Zeit, sich (für dieses Mal) von Japan zu verabschieden. Nach dem Start vom Tokyo Narita International Airport werfen Sie aus dem Flugzeug noch einen letzten Blick auf das Land der aufgehenden Sonne, bevor Sie am Abend wieder in Frankfurt landen.  

Die zeitliche Abfolge der Programmpunkte kann sich in der chronologischen Reihenfolge ändern.